Geschenkideen

Geschenke zum Muttertag: was passt, je nachdem, wer schenkt

Michael Barel— Co-Founder, Whimbel
Geschenke zum Muttertag: was passt, je nachdem, wer schenkt

Geschenke zum Muttertag, sortiert danach, wer eigentlich schenkt: ein kleines Kind, erwachsene Kinder oder wer im Namen eines Babys schenkt, das selbst noch nichts aussuchen kann. Das sind drei verschiedene Aufgaben, und die meisten Listen lösen nur eine. Die einzige Studie, die wir zitieren, ist mit ihrer Quelle verlinkt, und die Kalenderdaten rechnen wir vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Muttertag 2027 ist Sonntag, 9. Mai. In Deutschland ist Muttertag der zweite Sonntag im Mai. Der 1. Mai 2027 ist ein Samstag, der erste Sonntag also der 2. Mai und der zweite der 9. Mai. Vatertag liegt 2027 nur drei Tage davor, an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 6. Mai.
  • Die drei Schenkenden brauchen Verschiedenes. Ein Kind von sieben Jahren braucht etwas, das es selbst machen kann. Erwachsene Kinder schenken in eine Beziehung mit Geschichte hinein. Wer „vom Baby“ schenkt, schenkt in Wahrheit einem Menschen, der zu wenig schläft.
  • 57 Prozent einer landesweiten Stichprobe sagten, ein gekauftes Erlebnis habe sie glücklicher gemacht als ein gekaufter Gegenstand, 34 Prozent sagten das Gegenteil (Van Boven & Gilovich, 2003, Befragung in den USA). Die Einschränkung gehört dazu: In jeder Gruppe, die die Studie aufschlüsselt, lagen Erlebnisse vorn, aber bei den Ältesten, auf dem Land und bei Menschen im Ruhestand oder ohne Arbeit mit weniger als der Hälfte.
  • Die stärksten Ideen kosten fast nichts. Das aufgeschriebene Interview, das gedruckte Foto, der fest verabredete freie Morgen: Unserer Meinung nach zählt hier die Zeit, nicht der Preis.
  • Blumen als ganzes Geschenk, Sprüche und Gutscheine zum Selbstbuchen kannst du dir sparen. Was die Beschenkte selbst organisieren muss, ist eine Aufgabe in Geschenkpapier.

Muttertag ist in Deutschland der zweite Sonntag im Mai, 2027 also der 9. Mai. Wer kleine Kinder hat, notiert am besten gleich noch ein zweites Datum: Vatertag fällt 2027 auf Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 6. Mai. Die beiden Tage liegen in diesem Jahr in derselben Woche.

Fast jede Liste zum Muttertag ist nach Preis oder nach Produktart sortiert. Die nützlichere Frage ist, wer schenkt. Ein Kind im Kindergartenalter, erwachsene Kinder und jemand, der im Namen eines drei Monate alten Babys schenkt, stehen vor ganz verschiedenen Aufgaben. Davon hängt ab, was ankommt.

Deshalb ist dieser Ratgeber nach diesen drei Ausgangslagen sortiert. Danach kommen, was die Forschung tatsächlich hergibt, was du dir sparen kannst und, offen als unser eigenes Interesse gekennzeichnet, wann ein Buch passt und wann nicht.

Wenn ein kleines Kind schenkt

Die Grenze ist hier nicht das Budget. Die Grenze ist, dass das Geschenk wirklich vom Kind sein muss. Sonst ist es ein Geschenk von dir, auf dem sein Name steht.

Das Interview. Stell dem Kind eine feste Liste von Fragen über seine Mutter und schreib die Antworten genau so auf, wie sie kommen, Missverständnisse inklusive. „Wie alt ist Mama?“ „Fünfzig.“ „Was kann sie am besten?“ „Sachen finden.“ Unserer Meinung nach sind das die lohnendsten zwanzig Minuten des ganzen Muttertags, und sie kosten nichts. Schreib das Datum dazu, denn dieselben Fragen im nächsten Jahr sind das eigentliche Geschenk.

Eine Zeichnung, richtig gerahmt. Der Unterschied zwischen einer Zeichnung am Kühlschrank und einer Zeichnung im echten Rahmen ist allein der Rahmen. Er macht aus etwas, das irgendwann im Altpapier landet, etwas, das bleibt.

Ein Frühstück, das das Kind wirklich selbst gemacht hat. Krümel und schiefe Brote sind in Ordnung. Es zählt, dass es von ihm ist.

Ein Gutscheinheft, dessen Gutscheine das Kind selbst schreibt. Keine Vorlage zum Ausdrucken. Was ein sechsjähriges Kind von sich aus anbietet, etwa „Einmal kuscheln, wann du willst“ oder „Ich meckere nicht über die Schuhe“, ist lustiger und trifft besser als alles, was eine Vorlage hergibt.

Was du lassen solltest: alles, was erkennbar Erwachsene gekauft haben und das Kind nicht ausgesucht hat. Das merkt man, und das Geschenk wird zu einer kleinen Bauchrednernummer.

Wenn erwachsene Kinder schenken

Eine ganz andere Aufgabe. Wahrscheinlich hat sie, was sie braucht, und eure Beziehung hat Jahrzehnte hinter sich. Darin liegt die Chance, und darin liegt auch der Grund, warum Geschenke von der Stange so flach ankommen.

Etwas über sie, nicht über dich. Unser Eindruck ist: Das meiste, was eine Mutter geschenkt bekommt, erinnert sie an ihre Kinder. Ein Geschenk, das sie als den Menschen meint, den es schon vor dir gab, ist seltener und trifft tiefer.

Ein Gespräch aufnehmen. Frag nach ihren Zwanzigern: wo sie gewohnt hat, was sie verdient hat, wen sie beinahe geheiratet hätte, wovor sie Angst hatte. Zwanzig Minuten am Telefon, mit Aufnahme. Von allen Ideen in diesem Ratgeber ist es die einzige, die mit jedem Jahr schwerer wird.

Mamas Handschrift, haltbar gemacht. Eine Rezeptkarte in ihrer Schrift, ordentlich eingescannt und gedruckt oder graviert. Fotografier die Karte flach, bei Tageslicht und ohne Blitz, sonst sieht der Druck aus wie eine Fotokopie.

Die Reparatur. Den Ring anpassen, die Uhr überholen, das alte Foto restaurieren, den Sessel neu beziehen lassen. Nach unserem Eindruck schenkt das kaum jemand, und es bringt etwas, das sie längst liebt, zurück in den Alltag.

Etwas in ihrer Wohnung in Ordnung bringen. Unromantisch und sofort nützlich. Es setzt voraus, dass du hingeschaut hast, und genau das ist der eigentliche Inhalt.

Der erste Muttertag, wenn das Baby noch nichts schenken kann

Aus unserer Sicht der am häufigsten missverstandene Fall: Das Geschenk kommt offiziell vom Baby und ist in Wahrheit für eine Mutter mitten in einem der anstrengendsten Jahre ihres Lebens. Hier schenken der andere Elternteil, die Großeltern oder wer sonst nah dran ist.

Schlaf, organisiert statt angeboten. Ein Morgen, an dem sie liegen bleibt, mit einem vorher vereinbarten Datum, und jemand anderes steht auf. Offene Angebote wie „Sag einfach, wann“ zählen nicht, denn damit landet die Organisation wieder bei ihr.

Ein gedrucktes Foto von ihr mit dem Baby. Wer die Fotos macht, ist selbst nie drauf. Unserer Meinung nach ist es das am häufigsten vergessene Geschenk im ersten Jahr.

Etwas für sie statt fürs Baby. Der gute Bademantel, die Jacke, die ihr jetzt passt, ein Friseurtermin, für den die Betreuung schon geregelt ist.

Schreib das Jahr auf. Nicht die Meilensteine, sondern das Gewöhnliche. Was sie um drei Uhr nachts gesungen hat, was sie direkt nach der Geburt gesagt hat, wie sie in der ersten Woche war. Das meiste davon vergisst sie, und später will sie es wissen.

Was du lassen solltest: alles, was Arbeit macht. Ein Geschenk, das sie aufbauen, lernen, buchen oder pflegen muss, ist eine Aufgabe in Geschenkpapier.

2027: Muttertag und Vatertag in einer Woche

Vatertag fällt in Deutschland auf Christi Himmelfahrt, und Himmelfahrt liegt 39 Tage nach Ostersonntag. Ostersonntag ist 2027 der 28. März; 39 Tage später ist Donnerstag, 6. Mai. Muttertag folgt am Sonntag, 9. Mai. Zwischen den beiden Tagen liegen 2027 also nur drei Tage.

Für Familien mit kleinen Kindern heißt das: zwei Geschenke in vier Tagen. Unser Vorschlag ist, dieselbe Sache zweimal zu machen statt zwei verschiedene. Dieselben Interviewfragen für beide, am Donnerstag für Papa, am Sonntag für Mama. Dann hat das Kind eine Aufgabe statt zwei, und die beiden Antwortblätter nebeneinander sind ein Andenken für sich. Was zum Vatertag sonst passt, steht in unserem Ratgeber zu Geschenken zum Vatertag.

Was die Forschung stützt – und was nicht

Eine Zahl aus der Forschung lohnt sich hier, aber nur zusammen mit ihren Grenzen.

Zu Erlebnissen: In einer landesweiten Stichprobe von 1.279 Erwachsenen in den USA sagten 57 Prozent, ein gekauftes Erlebnis habe sie glücklicher gemacht als ein gekaufter Gegenstand; 34 Prozent sagten das Gegenteil. Zusammen ergibt das nicht hundert, weil die übrigen unentschieden waren. Der Rahmen zählt so viel wie die Zahlen: Es war eine Telefonbefragung von Menschen, die nach eigener Angabe in ihrem Haushalt hauptsächlich über das Geld entschieden, im Alter von 21 bis 69 Jahren, durchgeführt von Harris Interactive im November und Dezember 2000. Ausgewertet wurden nach Ausschlüssen 1.263 Antworten.

Dazu kommt die Einschränkung, die gegen den Schluss spricht, den ein Geschenkratgeber gern ziehen würde. Dieselbe Studie berichtet, dass Frauen, Jüngere und Menschen in Städten und Vororten Erlebnisse deutlicher vorzogen als Männer, Ältere und Menschen auf dem Land. In jeder Gruppe, die ihre Untergruppen-Tabelle aufschlüsselt, lagen Erlebnisse zwar vorn, aber nicht überall mit mehr als der Hälfte: 49 gegen 38 Prozent bei den 55- bis 69-Jährigen, 49 gegen 40 Prozent auf dem Land, 47 gegen 39 Prozent bei Menschen im Ruhestand oder ohne Arbeit. Konfidenzintervalle oder Signifikanztests nennt die Tabelle nicht. Zwei Gruppen außerhalb der Tabelle gehen weiter: Wer am wenigsten verdiente, nannte einen Gegenstand genauso oft wie ein Erlebnis, und wer die geringste Schulbildung hatte, sogar etwas öfter. Die älteste Altersgruppe endet bei 69 Jahren, über Mütter jenseits davon sagt die Befragung also gar nichts. Wenn du für eine Großmutter schenkst, gib Gegenständen mehr Gewicht, als Geschenkratgeber es meist tun. Genau dafür ist auch unser Buch für einen besonderen Menschen gedacht, und das sagen wir offen, damit du siehst, wo unser Interesse liegt.

Zum Geld: Was in Deutschland im Schnitt zum Muttertag ausgegeben wird, steht hier bewusst nicht. Eine solche Zahl nehmen wir erst auf, wenn wir ihre Quelle selbst geöffnet haben, mit Stichprobe und Befragungszeitraum. Unsere Sicht: Ein Durchschnitt wäre ohnehin ein Vergleichswert und kein Ziel, denn mehrere der stärksten Ideen oben kosten gar nichts.

Was wir nicht gefunden haben: eine bekannte Studie dazu, ob gewünschte oder überraschende Geschenke besser ankommen. Die Studie ließ sich bei keiner Quelle öffnen, die wir versucht haben, deshalb steht sie nicht in diesem Ratgeber.

Was du dir sparen kannst

Blumen als ganzes Geschenk. Als Beigabe sind sie schön. Als komplette Geste wirken sie wie am Morgen noch schnell besorgt, und sie sind vermutlich die naheliegendste Wahl, die es zum Muttertag gibt.

Alles, auf dem „Beste Mama“ steht und sonst nichts. Ein Spruch sagt etwas über die Gefühle der Schenkenden, nicht über sie.

Küchengeräte, um die sie nicht gebeten hat. Die Botschaft dahinter ist selten die gemeinte.

Ein Wellness-Gutschein, den sie selbst buchen muss. Buch den Termin, mit Datum, und übernimm, was sie an dem Tag sonst erledigen würde.

Eine Wiederholung vom letzten Jahr. Wenn drei Jahre hintereinander dasselbe passiert ist, ist es kein Geschenk mehr, sondern ein Ritual. Das ist schön, aber dann ist es eben nicht das Geschenk, und es braucht zusätzlich etwas anderes.

Wo ein Buch passt – und wo nicht

Wir machen illustrierte Hardcover-Bücher aus den eigenen Erinnerungen von Familien. Lies diesen Abschnitt deshalb mit diesem Wissen: Wir haben ein Interesse und sind nicht neutral.

Der Fall ist eng und genau umrissen: Ein Buch passt, wenn die Geschichte von ihr handelt statt von den Kindern – von ihrer Kindheit, von dem Jahr, in dem sie in ein anderes Land gezogen ist, von dem, wofür sie in der Familie bekannt ist – und aus der Sicht eines Kindes erzählt wird. Nach unserem Eindruck denkt kaum jemand an diese Version, und gerade sie kommt an, weil sie die übliche Richtung eines Muttertagsgeschenks umdreht.

Was so ein Buch ist und wie es entsteht, zeigen die Seite zum Buch für einen besonderen Menschen und So funktioniert’s; was es kostet, steht auf unserer Preisseite. Dieser Artikel ist bewusst keine Verkaufsseite dafür.

Wenn du eines planst, plane die Zeit mit ein. Erst erzählst du die Geschichte und suchst die Fotos aus, dann liest du die Vorschau, dann wird gedruckt. Unser Versprechen für Deutschland: geliefert spätestens zehn Arbeitstage (Montag bis Freitag) nach deiner Bestellung, Druck inklusive. Die Zeiten für andere Länder stehen unter Versand & Lieferung. Zurückgerechnet heißt das für 2027: Wer bis Mittwoch, 21. April, bestellt, hat das Buch nach diesem Versprechen spätestens am Mittwoch, 5. Mai, einen Tag vor Vatertag und vier Tage vor Muttertag. Dazwischen liegen genau zehn Arbeitstage; ein Feiertag fällt nicht hinein, weil der 1. Mai 2027 ein Samstag ist.

Was dagegen spricht, ohne Umschweife: Es kostet Zeit, die du vielleicht nicht hast. Jede Person, die im Buch vorkommen soll, braucht ein Foto. Und zum ersten Muttertag ist es das falsche Geschenk, denn in diesem Jahr braucht sie Schlaf und ein gedrucktes Foto von sich, kein Projekt. Wenn das deine Lage ist, ist der Abschnitt zum ersten Muttertag weiter oben der bessere Rat.

Häufige Fragen

Wann ist Muttertag 2027?

Am Sonntag, 9. Mai 2027. Muttertag ist in Deutschland der zweite Sonntag im Mai. 2027 ist der 1. Mai ein Samstag, der erste Sonntag also der 2. Mai und der zweite der 9. Mai. Vatertag liegt in diesem Jahr drei Tage davor, an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 6. Mai.

Was kann ein kleines Kind zum Muttertag schenken?

Etwas, das es wirklich selbst gemacht hat. Frag das Kind nach seiner Mutter und schreib die Antworten genau so auf, wie sie kommen, Missverständnisse inklusive. Dann das Datum dazu, und im nächsten Jahr dieselben Fragen. Eine Zeichnung in einem richtigen Rahmen statt am Kühlschrank. Ein Gutscheinheft, dessen Gutscheine das Kind selbst schreibt. Was nicht funktioniert: alles, was erkennbar Erwachsene ausgesucht haben, mit dem Namen des Kindes darauf.

Was schenken erwachsene Kinder ihrer Mutter zum Muttertag?

Etwas, das sie als Menschen meint und nicht nur als deine Mutter. Frag nach ihren Zwanzigern und nimm das Gespräch auf. Lass eine Rezeptkarte in ihrer Handschrift ordentlich drucken. Oder lass etwas reparieren, das sie schon liebt: den Ring, die Uhr, das alte Foto. Unser Eindruck ist, dass das meiste, was sie bekommt, an ihre Kinder erinnert, und dass Interesse daran, wer sie vorher war, seltener ist.

Was schenkt man zum ersten Muttertag?

Schlaf, organisiert statt angeboten: ein Morgen, an dem sie liegen bleibt, mit vereinbartem Datum, und jemand anderes steht auf. Dazu ein gedrucktes Foto von ihr mit dem Baby, denn wer fotografiert, ist selbst nie auf den Bildern. Lass alles weg, was sie aufbauen, buchen oder pflegen muss.

Sind Erlebnisse bessere Muttertagsgeschenke als Dinge?

Im Durchschnitt ja, mit einer Einschränkung. In einer Befragung von Erwachsenen in den USA sagten 57 Prozent, ein gekauftes Erlebnis habe sie glücklicher gemacht als ein gekaufter Gegenstand, 34 Prozent sagten das Gegenteil. Dieselbe Studie berichtet aber, dass Ältere und Menschen auf dem Land Erlebnisse weniger deutlich vorzogen als Jüngere und Menschen in der Stadt. Bei den 55- bis 69-Jährigen, auf dem Land und bei Menschen im Ruhestand oder ohne Arbeit lagen Erlebnisse zwar vorn, aber mit weniger als der Hälfte. Wenn du für eine Großmutter schenkst statt für eine junge Mutter, gib Gegenständen mehr Gewicht.

Was schenkt man einer Mutter, die sich nichts wünscht?

Etwas, dessen Wert in Zeit liegt statt in Geld, und etwas über sie statt über ihre Kinder. Nimm ein Gespräch über ihr frühes Leben auf, zwanzig Minuten am Telefon. Lass ihre Handschrift aus einem Rezept oder Brief ordentlich reproduzieren. Lass etwas reparieren, das sie schon trägt oder benutzt. Alles drei kostet wenig, und niemand sonst kann es schenken.

So ist dieser Ratgeber entstanden

Dieser Ratgeber ist die deutsche Fassung unseres englischen Artikels zum Muttertag, für Deutschland angepasst und nicht Satz für Satz übersetzt. Übernommen haben wir nur, was nicht an die USA gebunden ist: die Zahlen von Van Boven und Gilovich (2003), einer begutachteten Fachstudie zu einer allgemeinen Frage, nämlich ob Erlebnisse oder Gegenstände glücklicher machen. Die Zahlen wurden für den englischen Artikel aus dem Volltext des veröffentlichten Aufsatzes gelesen, zuletzt am 28. August 2026, die Kopfzahlen auf S. 1196, die Untergruppen-Tabelle auf S. 1197. Der Link führt zum dauerhaften Eintrag des Verlags, doi:10.1037/0022-3514.85.6.1193; der Volltext dort ist kostenpflichtig, und der Eintrag zeigt nur die Zusammenfassung. Die Einschränkungen der Studie stehen hier im selben Satz wie ihre Zahlen, so wie im Original, und dass sie Menschen in den USA befragt hat, steht jeweils gleich dabei.

Weggelassen haben wir alles, was nur für die USA gilt: amerikanische Umfragen zu den Ausgaben und zu Blumenkäufen am Muttertag, eine Prognose zu Rücksendungen im amerikanischen Handel und eine amerikanische Umfrage zu personalisierten Geschenken. Eine deutsche Zahl entsteht nicht dadurch, dass man eine amerikanische übersetzt. Deutsche Zahlen, etwa dazu, was hier zum Muttertag ausgegeben wird, nehmen wir erst auf, wenn jemand ihre Quelle geöffnet und die Zahl dort gefunden hat. Bis dahin steht der Ratgeber ohne sie.

Eine bekannte Studie zu gewünschten gegenüber überraschenden Geschenken fehlt weiterhin, weil sie sich bei keiner Quelle öffnen ließ, die wir versucht haben. Was wir nicht gelesen haben, zitieren wir nicht.

Die Kalenderdaten sind gerechnet, nicht abgeschrieben: der zweite Sonntag im Mai für Muttertag, 39 Tage nach Ostersonntag für Christi Himmelfahrt. Das Lieferversprechen ist unser eigenes und steht auf unserer Versandseite. Die Empfehlungen sind redaktionelles Urteil, und sie stammen von einem Unternehmen, das eines der Dinge auf der Liste verkauft.

Quellen

  • Van Boven, L. & Gilovich, T., „To Do or to Have? That Is the Question“, Journal of Personality and Social Psychology, 85(6), 1193–1202 (2003) – Studie 2 ist eine landesweite Telefonbefragung von 1.279 Erwachsenen in den USA im Alter von 21 bis 69 Jahren, alle nach eigener Angabe hauptsächlich für die Finanzen ihres Haushalts zuständig, durchgeführt von Harris Interactive für Northwestern Mutual Financial Network im November und Dezember 2000; 1 Prozent beantwortete die Kernfrage nicht und wurde ausgeschlossen, ausgewertet wurden 1.263 Antworten. 57 Prozent (95-Prozent-Konfidenzintervall 54 bis 60 Prozent) sagten, ihr Erlebniskauf habe sie glücklicher gemacht, 34 Prozent (31 bis 37 Prozent) ihr Sachkauf; die übrigen waren unentschieden. Quelle in diesem Artikel für diese Zahlen und für das Muster in den Untergruppen: Frauen, Jüngere und Menschen in Städten und Vororten zogen Erlebnisse stärker vor als Männer, Ältere und Menschen auf dem Land. Tabelle 3 zeigt in jeder Zeile einen größeren Anteil für Erlebnisse, aber nicht überall mehr als die Hälfte (55 bis 69 Jahre 49 gegen 38 Prozent, auf dem Land 49 gegen 40, im Ruhestand oder ohne Arbeit 47 gegen 39), und nennt weder Konfidenzintervalle noch Signifikanztests. Die Kopfzahlen stehen auf S. 1196, Tabelle 3 auf S. 1197; beides wurde für den englischen Artikel aus dem Volltext des veröffentlichten Aufsatzes gelesen. Die Verlagsfassung ist kostenpflichtig: Der folgende Link führt zum dauerhaften Verlagseintrag, der die Zusammenfassung zeigt, nicht die Zahlen. Van Boven & Gilovich, J Pers Soc Psychol 85(6), 1193–1202, doi:10.1037/0022-3514.85.6.1193
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